Inselhüpfen in den Molukken
„Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen“, begrüsst uns Tuta heute Morgen, gut gelaunt wie immer, „der Wetterfrosch prophezeit Wind und somit Wellen. Auch kam mir zu Ohren, dass die Schnellfähre heute allerwahrscheinlich zum letzten Mal fährt.“ Beim Frühstück im Hotel bricht eine gewisse Hektik aus, für einige Gäste kommt Tutas Ansage ziemlich überraschend. Überstürzt packen auch jene ihre Siebensachen, die erst vor kurzem angekommen sind – sie wollen das voraussichtlich letzte Boot nicht verpassen. Eine Stunde später bleibt das Tauchresort ziemlich verwaist zurück. Am Hafen herrscht reges Treiben, Ware und Passagiere verschwinden im Bauch der Fähre.
Wir bevorzugen das offene, wenn auch unbequemere Oberdeck an der frischen Luft. Noch vor Abfahrt entleeren dunkle Wolken ihre Fracht und bescheren uns einen tropischen Regenguss. Immerhin ist der Ozean milde gestimmt und die sich in die Länge ziehende Fahrt verläuft bekömmlich. Es ist bereits später Nachmittag, als wir in Tulehu anlegen. Nach acht herrlichen Tagen auf den Banda-Inseln sind wir zurück auf Pulau Ambon…
Eine Viertelstunde später klettern wir in Natsepa aus dem Taxi und nehmen uns erneut ein Zimmer in jenem Hotel, dass dem Hafen am nächsten liegt. Uns wird ein freundlicheres Gemach wie beim letzten Besuch zugeteilt, der Blick auf den grosszügigen, gepflegten Garten und das Meer ist wundervoll. Ein so grosses Resort mit knapp 100 Zimmern und etwas steifem Personal entspricht zwar nicht ganz
unserer Welt, doch schätzen wir den gigantischen Swimming Pool mit den Liegen sowie die Ruhe und Privatsphäre auf unserem Balkon. Mit knurrenden Bäuchen setzen wir uns ins festlich geschmückte Restaurant. Bis anhin wurden wir selten an Weihnachten erinnert, doch hier sind wir mittendrin, in üppiger Dekoration. Weihnächtliche Musik wie „Oh Tannenbaum“ und „Stille Nacht“ sülzt aus den Lautsprechern und wirkt in der tropischen Hitze etwas fehl am Platz.
Aus geplanten zwei Nächten, vor dem Hüpfen auf die nächste Insel, werden schlussendlich deren fünf. Fieberblasen wüten wild in meinen Lippen, was das Tauchen in den nächsten Tagen sowieso verunmöglicht und wir die Abreise deshalb absichtlich hinauszögern. Dann aber nimmt sich im auserwählten Tauchresort am nächsten Ziel keiner unserer Anrufe
an. Als wir endlich jemanden an den Draht kriegen, wird uns zwar bestätigt, dass Zimmer verfügbar sind, aber sonntags keine Fähre verkehrt. Und morgen ist Sonntag… Zwar etwas unzufrieden, dass nicht alles nach Plan verläuft, können wir im Hotel in Natsepa immerhin problemlos stets um eine weitere Nacht verlängern – der grosse Bau bleibt erstaunlicherweise fast leer und oft haben wir die Schwimmbadlandschaft für uns allein. Mit dem Schicksal versöhnt, geniessen wir erholsame Tage, die auch mit süssem Nichtstun – oder Lesen und Schreiben – flink verstreichen.
Von allen Seiten drängeln beladene Menschen, am Hafen von Tulehu ist viel los. Mehrere Fähren legen morgens zur selben Zeit ab. Die wartende Meute versperrt den ankommenden Passagieren eigentlich den Fluchtweg – Chaos pur, für Ordnung schaut hier keiner. Die Sonne brennt bereits um neun Uhr steil vom Himmel, bald rinnen zaghaft erste Schweissbächlein unter meinem T-Shirt. Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich das Schiff besteigen können, nimmt das Stossen und Quetschen seinen Lauf, obwohl jeder im Besitze eines Fahrscheins mit Sitzplatznummer ist. Mit den zugeteilten Plätzen wird aber offensichtlich kaum Vorliebe genommen, die Leute machen sich gegenseitig begehrte Sitze streitig. Die Fähre wankt in Küstennähe ostwärts. Nach einer Stunde steuern wir auf Saparua zu. Schon von weitem sind ein grosses Kreuz und eine Kirche auszumachen – auf dieser Insel dominiert unverkennbar das Christentum.
Es ist kein leichtes Spiel, zu einem vernünftigen Preis ein Taxi anzuheuern. Englisch spricht so gut wie keiner. Letztendlich sorgt sich eine Frau energisch um uns, verfrachtet uns blitzschnell in ein preislich angemessenes Fahrzeug. Vom Hafen im Süden brausen wir innert einer halben Stunde nach Mahu, in den Norden der überschaubaren Insel. Im Tauchresort an der Küste nimmt uns Johann, der Sohn des Besitzers, mit einem freundlichen Lächeln in Empfang. Er begleitet uns in ein Zimmer mit Meerblick, macht sich dann aber schleunig aus dem Staub – im wahrsten Sinne des Wortes. Angewidert suche ich einen Besen und wische erstmals den Boden sauber. Auch das Bad hat schon lange keinen Putzlappen mehr zu Gesicht bekommen.
Eigentlich mangelt es hier an nichts, und doch an allem. Im grossen Garten gibt es ein Schwimmbad und Hängematten, jedoch alles verdreckt mit Algen und Schimmel. Die gesamte Anlage ist völlig in die Jahre gekommen und heimelt nicht besonders an, doch eine Flucht ist sinnlos, denn eine andere Unterkunft gibt es in der Nähe keine. Auch weitere Gäste gibt es keine, was uns mehr als verwundert, ist die Unterkunft doch ein Favorit des Autors unseres Reisehandbuches…
Wo ist nur die Tauchbasis? An einem verwahrlosten Schuppen entdecken wir beim Näherkommen ein entsprechendes Schild. Durch verschmierte Scheiben erspähen wir mehr Schrott als Tauchmaterial. Zumal meine Lippen noch nicht verheilt sind, sehen wir vom Tauchen ab, nun erst recht der widrigen Umstände wegen. Denn unser Vertrauen in gut gewartete Ausrüstung schwindet und wir sind uns bewusst, dass verschmutzte Luft in Pressluftflaschen fatale Folgen haben kann… Stattdessen machen wir uns auf zu einer Inselerkundung. An der Hauptstrasse warten wir nur einen Augenblick, bis ein öffentliches Bemo aufkreuzt. Der Minibus glänzt, scheint brandneu zu sein – in Asien eine Rarität. Beim nächsten Stopp krabbelt eine ältere Dame an Bord. „Na, wen haben wir denn da?“, wendet sie sich verdutzt an uns, steckt ihre Sonnenbrille in ihr graues, krauses Haar. Die quirlige Frau spricht gutes Englisch und verwickelt uns im Nu in ein Gespräch. „Das ist meine schönste Grossnichte“, sprudelt es aus ihr heraus, stolz deutet sie auf das bildhübsche Mädchen mit den braunen Rehaugen neben sich. Die aufgeschlossene Holländerin mit molukkischen Wurzeln stattet ihren Verwandten auf Saparua einen Besuch ab. Mittlerweile haben wir den gleichnamigen Hauptort des Eilandes erreicht. „Heute Abend statte ich euch mit meinem Mann einen Besuch ab“, verspricht sie uns beim Verabschieden augenzwinkernd.
Gemächlich schlendern wir unter der glühenden Sonne die lebhafte Marktstrasse rauf und runter. Morgens sind bunte Geschäfte in vollem Gange. Die Einheimischen verhalten sich uns gegenüber zurückhaltend, starren uns aber oft neugierig an und wir fühlen uns etwas ausgestellt. Offensichtlich verirren sich nicht viele Touristen nach Saparua. Über dem Ozean thront ein holländisches Fort, erinnert an alte koloniale Zeiten. Feiner weisser Sand rieselt durch unsere Zehen, das kristallklare Wasser glitzert im Sonnenlicht. Das Planschen im seichten Nass erfrischt unsere erhitzten Körper. Unser Blick schweift über die paradiesische Bucht mit dem türkisblauen Meer. Einzig etwas herumliegender Abfall trübt die Idylle und wir versuchen, grosszügig darüber hinwegzusehen…
Die liebenswürdige Dame hält Wort und erscheint abends mit ihrem Herr Gemahl bei uns im Resort. Er ist Holländer, sie in den Molukken geboren und lebt seit 65 Jahren in Holland. Beide sprechen etwas Deutsch und so können wir uns sogar in unserer Muttersprache unterhalten. „Ich war erst vier, als wir 1951 mit unserer Familie nach Holland flüchteten“, schildert uns die Frau offen, „das erste Mal kam ich erst über 20 Jahre später in meine Heimat zurück.“ Wie ihrer Familie ist es damals weiteren Tausenden ergangen. Es handelte sich um ehemalige Soldaten und Mitarbeiter der niederländischen Kolonialmacht, die nach dem Indonesischen Unabhängigkeitskrieg nicht mehr auf den für Eigenständigkeit kämpfenden Molukken erwünscht waren. Die niederländische Regierung ging, wie die Molukker selbst, davon aus, dass es sich lediglich um eine Übergangslösung handelte und steckte die Leute in Auffanglager. Holland gelangte im Verlaufe der Zeit jedoch zur Einsicht, dass es politisch unmöglich sei, die Molukker zurückkehren zu lassen und begann daher, die entwurzelten Menschen zu integrieren… Eine eindrückliche Lebensgeschichte – ein spannender Abend.
Fröhliche Kirchenmusik dringt in unser Schlafgemach, weckt uns in aller Herrgottsfrühe. Fünf Uhr, noch ist es finster. Später beim Morgenessen erkundigen wir uns beim Besitzer, ob diese morgendliche Ruhestörung wegen bevorstehenden Weihnachten sei. Papa, so nennen wir den älteren Herrn mit den tiefen Furchen im dunklen Gesicht, winkt jedoch ab. „Nein, täglich um diese unchristliche Zeit schallt göttliche Musik von den Lautsprechern am Kirchturm“, meint er abschätzig und zeigt den Vogel. Wir verkneifen uns ein Losprusten. „Die sind etwas verrückt, machen es den Muslimen nach!“ Genau das haben wir eigentlich auch gedacht… Neugierig wandeln wir nachher durch das Resort, verschaffen uns einen Überblick über das gesamte Grundstück. Es ist weitläufig. Je weiter wir vordringen, desto verwilderter sieht alles aus und die Hütten sind völlig heruntergekommen. Papa gesellt sich zu uns und wir nutzen den Moment, ihm ein paar Infos zu entlocken. „Warum habt ihr kaum Gäste?“, brennt es uns auf der Zunge. „Als die Anlage mit 30 Bungalows vor über 30 Jahren eröffnet wurde, erlebten wir gute Zeiten. Grosse Gruppen aus Holland machten hier Halt“, erzählt Papa mit einem Strahlen in den Augen. „Doch dann im Jahre 1999 flammten christlich-muslimische Konflikte auf und wir mussten schliessen“, verrät er uns nachdenklich. Die religiösen Auseinandersetzungen eskalierten, die indonesische Polizei erwies sich nicht in der Lage, für Beruhigung zu sorgen, sondern beteiligte sich zum Teil selbst an den Unruhen. Immer wieder kam es bis 2005 zu Ausschreitungen und die Gräueltaten kosteten 10‘000 Menschen das Leben, vorwiegend Christen. „Als wir ein Jahrzehnt später wieder eröffneten, blieben die Reisegruppen aus. Heute finden nur noch wenige Leute den beschwerlichen Weg hierhin, aber das ist schon in Ordnung.“ Papa macht einen zufriedenen Eindruck, dennoch tut er uns leid. Finanzielle Mittel sind heute wohl keine mehr vorhanden, um die vernachlässigte Anlage in Schwung zu bringen.
Nachmittags spazieren wir ins beschauliche Zentrum von Mahu. „Hello mister!“, ruft es uns ab und zu aus einem der Vorgärten zu. Das Dorf ist niedlich, die Zäune entlang der sauber gehaltenen Hauptstrasse sind in einem süssen Lila gestrichen und wirken fast etwas kitschig. Um die riesige Kirche ist eine schnatternde Menschenmenge versammelt, Weihnachtsmusik trällert. Anlässlich der bevorstehenden Festtage findet ein Umzug statt – das Motto ist zwar nicht klar auszumachen. Gross und klein, einige haben sich in festliche Kleidung gestürzt, andere sind verkleidet wie an der Fasnacht und manche erscheinen in ihrer Alltagskluft. Das Geschehen fällt in einem bescheidenen Rahmen aus, doch es ist berührend, dem einfachen Dorfleben beizuwohnen.
Geplant ist, für die verbleibenden Tage auf den Molukken zurück nach Ambon zu hoppen, und dort nochmals in die magische Unterwasserwelt abzutauchen. Von der frühmorgens um sieben ablegenden Fähre sind wir nicht begeistert, doch somit kommt die uns jeweils aus dem Schlaf reissende Kirchenmusik immerhin zum richtigen Zeitpunkt… Doch unerwartet wache ich noch viel früher auf. Meine Armbeuge brennt höllisch, im Dunkeln ertaste ich eine Blase. Auf leisen Sohlen schleiche ich ins Bad. Eine rot entzündete Stelle, deren Haut sich schieben lässt, versetzt
mich in Panik. „Was ist das nur?“, ängstige ich mich und bete, die Zündholzschachtel grosse Blase möge nicht weiter anwachsen. An Schlaf ist nicht mehr zu denken, meine Gedanken kreisen. Roland versucht mich zu beruhigen, obwohl auch er keinen blassen Schimmer einer möglichen Ursache hegt. Die Blase füllt sich von Stunde zu Stunde mit mehr Flüssigkeit und schmerzt – mittlerweile bin ich sogar dankbar für die frühe Abfahrt der Fähre.
Unsere Pläne ändern sich schlagartig – Tauchen ist mit meinem widerlichen Geschwür am Arm nicht mehr möglich, dafür muss ein Arzt her. Anstelle ins beschauliche Fischerdorf Laha, lassen wir uns in die Provinzhauptstadt Kota Ambon chauffieren. Im besten Hotel am Platz können wir zwar wahrscheinlich kein Zimmer ergattern, doch die Chance ist hier gross, dass Englisch gesprochen wird und uns ein ebenfalls Englisch sprechender Arzt empfohlen werden kann. Mein Arm erntet mitleidige Blicke mit Fragezeichen, in Windeseile
verfrachtet man uns in ein Taxi. In der bevölkerten Notfallabteilung des Spitals reiht sich Schragen an Schragen, alle beäugen uns neugierig. Schnell verweist uns die Dame am Empfang an einen Arzt. Gelangweilt sitzt dieser in seinem Sessel, scheint richtiggehend auf Arbeit zu warten. Blitzschnell stellt der junge Arzt mit chinesischen Gesichtszügen eine Diagnose: Allergische Reaktion ausgelöst durch ein Insekt. Kaum zu
glauben – welch fieses Ungeziefer hat mich nachts nur gepackt? Mit einem Rezept dirigiert uns Herr Doktor zur Apotheke. „Das Pflaster kostet mehr wie Salbe und Pillen zusammen“, stellt Roland kichernd fest. Mit unsicherer Hand saugt eine Krankenschwester mit einer zu dicken, aber immerhin sterilen Kanüle das Wasser aus der Blase, pikst stets daneben in mein empfindliches Fleisch. Auch beim Anlegen der Gaze geht das ärztliche Gespann äusserst ungeschickt vor. Doch ich bin erleichtert, können wir das armselige Spital mit versorgter Wunde rasch wieder verlassen…
Etwas wehmütig denken wir an die uns nun verwehrten Tauchgänge, auf welche wir uns gefreut haben. Doch wir sind dankbar, ist nichts Schlimmeres passiert. Auch war überrascherweise im angepeilten Hotel ein Zimmer frei. Vom breiten Bett blicken wir durch eine grosse Fensterfront über die Dächer von Ambon bis hinaus aufs Meer. Die Aussicht ist reizvoll, die Stadt punktet hingegen weniger. Deshalb leisten wir uns beim Wohnen etwas Luxus – statt Tauchen gönnen wir uns Balsam für die Seelen. Aber eine von Verkehr und Lärm gebeutelte Grossstadt bietet auch Vorzüge. Nach ewigem Reis und Fisch sehnen wir uns nach Abwechslung auf der Speisekarte. Ein kühles Joghurt aus dem Supermarkt versetzt uns in Gaumenfreude, eine knusprige Pizza aus einem internationalen Ketten-Restaurant macht unser kulinarisches Glück vollkommen.
Es ist Weihnachten. Nach dem gestrigen Ausflug zum berühmten Felsenbogen von Pinta Kota, bummeln wir heute bei hochsommerlichen Temperaturen durch die belebten Strassen von Ambon. Doch die Stadt ist für Fussgänger kein Genuss, die Gehsteige sind oft kaputt oder fehlen gänzlich. Auch verhindern parkierte Fahrzeuge ein müheloses Durchkommen oder offene Schächte drohen uns zu verschlucken. Auf den vielspurigen Hauptachsen fliesst der Verkehr wie Blut in
den Adern – ständig. Wenn wir es nicht wagen, einen Fuss in die Fahrbahn zu setzen, reduziert keiner sein Tempo. Die Duftnote der Stadt wird leider oft von stinkendem Abwasser bestimmt, welches in offenen Kanälen zäh dahinfliesst. Der Fluss hingegen führt mehr Müll wie Wasser… Tannenbäume sorgen für weihnächtliche Stimmung. Echt sind sie nicht, aber fantasievolle Kreationen, mit neonfarben blinkenden Lichtern. In der grossen Kathedrale sind Vorbereitungen in vollem Gange. Das Gotteshaus wird geschrubbt und Kinder geben ihrer Engelvorführung den letzten Schliff. In Ambon leben viele Christen. Auch Muslime sind zahlreich vertreten, doch verschleierte Frauen sehen wir erstaunlich wenig. Prächtige Zwiebelkuppeln der Moscheen und hohe Minarette ragen aus den ansonsten
eher hässlichen Häuserzeilen. Viele Gebäude erwecken einen schäbigen Eindruck. Einen Schönheitspreis gewinnt die Stadt keinesfalls, doch bunte Fahrradrikschas und hellgrün leuchtende Bemos werten das Stadtbild enorm auf und verleihen den tristen Häuserschluchten einen frohen Farbtupfer. Die meisten Menschen schenken uns keine Beachtung, doch gelegentlich haucht uns jemand eine Begrüssung zu, oder bittet sogar völlig aus dem Häuschen um ein Foto von sich. Anderen hellhäutigen Touristen begegnen wir kaum…
Abends stürzen wir uns in unsere besten Klamotten. Im Hotel findet ein obligatorisches Christmas Dinner mit Truthahn statt. Die weiteren Köstlichkeiten am Buffet lassen uns das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Personal mit den roten Weihnachtsmann-Mützen zaubert uns ein Schmunzeln ins Gesicht… Am nächsten Tag verlassen wir die Molukken und steigen bei strahlendem Sonnenschein in die Lüfte, doch bald nehmen uns graue Wolkenschwaden ein. Drei Stunden später setzt der Flieger auf der Landepiste der über 2000 Kilometer entfernten indonesischen Hauptstadt Jakarta auf. Mit einem Taxi brausen wir durch die dichtbesiedelte Millionenmetropole, vorbei an Wolkenkratzern und Elendsvierteln. Unfreiwillig kommen wir in den Genuss einer Stadtrundfahrt, da unser Reisebüro den Inlandflug an den „falschen“ Flughafen gebucht hat – ja, ich bin selber schuld. Doch es war der einzige Flug am helllichten Tag und somit trotzdem unseren Wünschen entsprechend. Wir nächtigen in einem der zahlreichen Hotels vor den Toren des „richtigen“, des internationalen Flughafens. Morgen führt unsere Reise zurück nach Malaysia – nach einem knappen Vierteljahr verabschieden wir uns von Indonesien!
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